Braunbandschabe

Die Braunbandschabe erreicht eine Größe von bis zu 11 mm und ist durch zwei charakteristische hellere Querstreifen gekennzeichnet, die sie auf den Flügeldecken trägt. Diese Querstreifen heben sich von der ansonsten hell-kastanienbraun bis dunkelbraun gefärbten Schabe gut ab. Die Männchen der Braunbandschabe sind langflügelig, ihre weiblichen Artgenossinnen hingegen kurzflügelig. Die Braunbandschabe vermag problemlos an senkrechten oder überhängenden Wänden zu laufen. Die Eipakete werden unmittelbar nach der Fertigstellung abgelegt. Die Braunbandschabe ist eine Allesfresserin, die sich von unterschiedlichsten organischen Materialien sowie von feuchten, weichen und faulenden Lebensmitteln und Stoffen, Leder, Papier und Gewebe ernährt. Wie alle Schabenarten verbreitet auch die Braunbandschabe einen widerlich süßlichen Geruch, verbreitet Fäulnis- und etliche Krankheitserreger, Salmonellen, Tuberkulose und Milzbrand und hinterlässt Verunreinigungen. Bei der Bekämpfung ist eine frühzeitige Entdeckung mittels spezieller mit Lockstoffen versehenen Klebestreifen dienlich. Die eigentliche Bekämpfung erfolgt dann unter Anwendung von Sprüh-Insektiziden und Fraßködern. Da Fraßköder die vergleichsweise geringeren Umweltrisiken bergen, setzt man sie bevorzugt ein. Auch bei diesem Schädling sind kontinuierliche Maßnahmen eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Bekämpfung. Einzelmaßnahmen haben wegen der raschen Vermehrung des Schädlings keinen dauerhaften Erfolg.

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